Der Mythos der „Verbeitragung“ in der Rentenphase

Betriebliche Altersvorsorge – das lohnt sich doch gar nicht?!

Diese Aussage trifft zwar teils für Betriebsrenten zu, die vor dem 01.01.2005 abgeschlossen wurden, sie lässt sich allerdings für eine bAV, die nach diesem Datum generiert wurde, so nicht halten.

Doch woher rührt der Irrglaube, dass die Verbeitragung in der Rentenphase dazu führt, dass die Einzahlungen der Beiträge in die bAV aufgebraucht werden? Der Grund hierfür liegt darin, dass Betriebsrenten vor dem 01.01.2005 unter anderen Voraussetzungen begründet wurden, als dies heute der Fall ist.

 

Warum mit diesem Mythos dringend aufgeräumt werden muss?

Da gerade junge ArbeitnehmerInnen eine vielversprechende Zielgruppe für eine bAV darstellen, diese aber häufig genau diesem Irrglauben verfallen sind und somit eine bAV für sich als nicht attraktiv einstufen.

So fürchten sie, dass die in der Ansparphase geleisteten Beiträge, im Rentenalter von der Verbeitragung für die Krankenversicherung und Pflegeversicherung verzehrt werden. Da es sich jedoch um eine Bruttoentgeltumwandlung handelt, also für die betreffende Person steuerliche Vorteile damit verbunden sind, ist der „Verlust“, der durch die Verbeitragung für die Kranken- und Pflegeversicherung in der Rentenphase entsteht, vergleichsweise gering.

Der seitens des Arbeitnehmers/der Arbeitnehmerin entrichtete Anteil für die bAV bleibt im übertragenden Sinne unangetastet. Dies resultiert aus der Tatsache, dass sich die bAV zu 50% aus den Beiträgen des Arbeitnehmers/der Arbeitnehmerin zusammensetzt und die übrigen 50% durch staatliche Subventionen ergänzt werden. Die Verbeitragung berührt dementsprechend nur diesen Anteil. Seit dem 01.01.2019 (für Altverträge erst ab dem 01.01.2022) erhalten ArbeitnehmerInnen zusätzlich noch einen gesetzlich verpflichtenden Zuschuss seitens der Arbeitgeber von mindestens 15%.

Da für Betriebsrenten, die bis zum 31.12.2004 begangen wurden, dieser Zuschuss erst ab 2022 gilt und keine staatlichen Subventionen in die bAV eingeflossen sind, findet die Verbeitragung für die Kranken- und Pflegeversicherung in der Rentenphase von den Beiträgen der Privatpersonen statt.

Als Resümee lässt sich somit festhalten, dass der Mythos der Verbeitragung zwar für die zuletzt genannte Personengruppe zutrifft, jedoch nicht für die der jungen ArbeitnehmerInnen, die unter den jetzigen gesetzlichen Bedingungen eine bAV abschließen. Insofern ergibt sich an dieser Stelle ein dringender Handlungs- und Informationsbedarf. Nur eine gezielte Aufklärung zum Mythos der Verbeitragung gewährleistet, dass mit diesem Irrglauben aufgeräumt wird und jungen BerufseinsteigerInnen somit aktive Vorsorgemöglichkeiten für die Zukunft geboten werden.

 

Unterbewusste Handlungen, die unseren Alltag erheitern! Oder doch nicht?!

Exklusiv?!

                Qualitätsvoll? Auserlesen? Ausgesucht oder doch nicht inbegriffen?

 

Haben Sie schonmal von Januswörtern oder Homonymen gehört? – Nein?

Dann lernen Sie hier die linguistischen Fachbegriffe und welche Auswirkungen sie unbewusst in unserem Job haben.

Ein bewusster Umgang mit Sprache, gerade im Beruf, ist für viele eine ganz klare Voraussetzung.

Mit welchen Sätzen Kunden oder Kollegen angesprochen werden, wird den ganzen Ablauf beeinflussen. Darüber hinaus ist gerade die Betonung der einzelnen Wörter ein wichtiges Instrument, um richtig verstanden zu werden. Es heißt nicht umsonst, der Ton mache die Musik.

 

Um die feinen Unterschiede und eine interessante Besonderheit unsere Sprache zu erkennen, lohnt sich ein ganz bürotypisches Beispiel zum Einstieg:

Fenster zulassen = Fenster geschlossen lassen, aber

Gefühle zulassen = Gefühlen freien Lauf lassen. Wunderbar verständlich.

 

Haben Sie schonmal darüber nachgedacht wieviel Interpretationsspielraum dies in Gesprächen freilässt?!

 

Das Kinderspiel „Teekesselchen“ nutzt genau diese Tatsache. Ein Beispiel für ein Homonym ist das Wort Zug. Im Duden lassen 16 Bedeutungen für dieses Wortfinden, da sollte vorab klar sein, ob der Zug als Verkehrsmittel oder der Zug an einer Zigarette oder auch der Zug als unangenehmer empfundener Luftzug gemeint ist.

Einen Zug nehmen, hat also mehrere Bedeutungen und wird meistens erst durch den Kontext deutlich.

Sich bei der Bank zu verabreden, ist nicht gerade die sicherste Treffpunktvereinbarung.

 

Umfahren ist das Gegenteil von umfahren

Begriffe können mal dies, mal das bedeuten?!

 

Ein Januswort ist ist ein Wort mit mindestens zwei Bedeutungen, wobei eine Bedeutung das genaue Gegenteil des anderen ist. Ein schönes Beispiel ist das Verb umfahren. Umfahren bedeutet zum einen um ein Hindernis herumzufahren, kann aber auch bedeuten das Hindernis geradewegs umzufahren.

„Wir umfahren das Projekt“ …

Hier ist Betonung gefragt, da die Schreibweise gleich, die Betonung jedoch anders ist.

Anhalten ist ein weiteres Beispiel:

Anhalten (Auto) = das Auto bleibt stehen

Anhalten (Regen) = der Regen findet kein Ende

 

Was machen die kleinen Unterschiede mit unserem Unterbewusstsein?

In einigen Fällen hat sicherlich auch die falsche oder abweichende Verwendung zur Umwandlung gesorgt. Ein Beispiel:

„Wir umfahren das Projekt“. Aus einer Arbeitsgruppe können nun einige anfangen, das Projekt zu umbauen oder mit weiteren Projekten zu stützen. Andere hingegen werden das ganze Projekt begraben.

So oder so, es herrscht eine kurze Ineffizienz, durch impliziertes Wissen und Verständnis bzw. Missverständnis. Etwas was durchaus im Büro eine lustige Anekdote werden kann, oder auch einen teuren Fehler bedeuten kann.

 

„Die Teilnahme ist exklusiv“ = Erlebe ich ein besonderes Ereignis?

„Die Teilnahme ist exklusiv“ = Ich bin nicht eingeladen?

Was könnte die Interpretation für Folgen haben?

 

In jeder sprachlichen Interaktion liegt ein gewisses Potential für Fehler, gehen Sie deshalb sorgsam mit Ihren Aussagen um, auch einer Fahrschullehrerin würde ich empfehlen Anweisungen wie „Umfahren!“ genau zu formulieren und die Betonung zu beachten. Da gibt es nämlich kleine, aber folgenreiche Unterschiede.

 

Quellen:

http://www.leginda.de/von-banken-und-baenken-homonyme-sind-kein-kinderspiel/

https://www.leginda.de/januswoerter/

http://frank-hurlemann.blogspot.com/2016/03/der-sprach-salon-janusworter-und.html

Mein Erfahrungsbericht zum Praktikum im Betrieblichen Gesundheitsmanagement im UnternehmerHaus Ennepe-Ruhr

Sammelt möglichst viele praktische Erfahrungen und nehmt jeden Einblick in die Praxis mit, der euch gewährt wird, denn nur so erwerbt ihr die nötigen fachlichen Kompetenzen und Soft-Skills, die ihr in der Arbeitswelt benötigt“.

 

So in etwa lauten die Worte, die den StudentInnen im praxisbegleitenden Kurs mit auf den Weg gegeben werden, wenn es um die berufliche Zukunft nach dem Studium im Fach Sozialwissenschaft geht. Diese Worte habe ich, Studentin im Master an der Ruhr-Universität-Bochum, mir zu Herzen genommen und mich Mitte diesen Jahres auf die Suche nach einem Praktikumsplatz gemacht. Da ich schon immer sehr interessiert war an gesundheitsbezogenen Themen und dementsprechend mein gewähltes Studienprogramm „Gesundheitssysteme und Gesundheitswirtschaft“ ist, wollte ich zu diesem Schwerpunkt auch gerne ein thematisch passendes Praktikum finden. Für ein Praktikum im Bereich des Betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM) im UnternehmerHaus Ennepe-Ruhr, habe ich mich entschieden, weil ich bereits erste theoretische Erkenntnisse zu dieser Thematik im Rahmen eines Seminars an der Uni gewinnen konnte. Wie vermutlich jeder Student und jede Studentin weiß, liegen Theorie und Praxis gerne mal weit auseinander, weshalb ich mich dazu entschied durch den direkten Einblick in die berufliche Realität, mein Wissen aus dem Seminar dem Praxistest zu unterziehen.

 

Von der Bewerbung zum Einzel-Assessment ins Praktikum

Auf die Ausschreibung des Praktikums im Bereich des Betrieblichen Gesundheitsmanagements bin ich über die Praktikumsbörse der Fakultät für Sozialwissenschaften aufmerksam geworden. Kurz darauf stand ich vor der Herausforderung, eine kreative und explizit keine „0-8-15-Bewerbung“ zu verfassen und ich dachte mir „Oh mein Gott, darauf bereitet einen die Uni nun wirklich nicht vor“. Ganz im Gegenteil – den StudentInnen wird nämlich nahegelegt möglichst die geltenden DIN-Normen für Bewerbungen einzuhalten. Dennoch verstand ich direkt den Gedanken dahinter und versuchte mein Glück irgendwie eine Mischung aus „kreativ“ und „seriös“ zu zaubern und war damit erfolgreich. So erhielt ich eine Einladung zum Einzel-Assessment, wodurch sich gefühlt gleich die nächste Hürde errichtete. Wieder ein Produkt der Erzählungen aus der Uni – hat so ziemlich jeder Student und jede Studentin eine latente Angst vor Assessmentcentern. Heute kann ich sagen – seht es als Herausforderung, aber nicht als Hürde, denn anders als die Horror-Stories aus der Uni nahelegen – es beißt keiner! Tatsächlich stellt ein Assessmentcenter einfach nur eine Möglichkeit für Arbeitgeber/ in und Bewerber/in dar, gemeinsame Schnittstellen zu identifizieren und sich bereits ein wenig kennenzulernen. Wie ihr der Tatsache, dass ich diesen Beitrag schreibe entnehmen könnt, ließ sich auch diese Herausforderung meistern und ich erhielt die Zusage für den Praktikumsplatz.

 

Betriebliches Gesundheitsmanagement ist mehr als nur „fettfrei kochen“ und der „Yogalehrer am Arbeitsplatz“

Diese Erkenntnis wurde mir und meiner Mit-Praktikantin, die zeitgleich ins Praktikum startete, gleich am ersten Tag vermittelt. Nach dem Einstieg durch ein Begrüßungsfrühstück erhielten wir eine Einführung, was uns die nächsten Monate erwartet und welche Tätigkeitsbereiche wir haben werden. Neben einem enormen Wissenszuwachs in den Themengebieten betriebliche Krankenversicherung und Altersvorsorge, gab es in den folgenden Monaten auch zu angrenzenden Schnittstellenthemen viel zu lernen. Es ließen sich nicht nur ungeahnte Funktionen in Word entdecken, sondern auch weitere Kompetenzen im Software-Bereich erwerben. Recherchen, Newsbeiträge und die Erstellung von Informationsmaterial ließen einen zudem immer einen Schritt weiter in die Materie „BGM“ eintauchen. Eine weitere Aufgabe war die Erstellung und Auswertung einer Trendumfrage zu dem Thema: Welche Wünsche richten BerufseinsteigerInnen und Berufstätige an ihren Arbeitsplatz? Mit dieser Frage befassten wir uns im Rahmen des Praktikums, um mit den generierten Daten der Umfrage, im Bereich des Betrieblichen Gesundheitsmanagement und Nachhaltigen Personalmanagement, den Ausbau unserer Projekte zur Mitarbeiterbindung und Erstellung eines gesunden Arbeitsplatzes zu ermöglichen. Den wohl direktesten Einblick in die Praxis, neben der Teilnahme an mehreren Konzeptions- und Kooperationsgesprächen mit Unternehmen, erhalten wir PraktikantInnen jedoch durch die Möglichkeit, Fachtagungen und Messebesuche vorzubereiten und zu besuchen. In meinen Praktikumszeitraum fielen gleich zwei Messen und eine Fachtagung, die meine Mit-Praktikantin und mich unter anderem in die Kreise der Finanz- und Versicherungsbranche eintauchen ließen. Neben der Erweiterung des eigenen Erfahrungshorizonts ließ sich aus den Workshops, an denen wir teilgenommen haben, viel neues Wissen generieren. Die anfängliche Überforderung durch die teils sehr branchenspezifischen Themen wich von Veranstaltung zu Veranstaltung dem Gefühl dennoch die wesentlichen Dinge verstanden zu haben. Nicht nur fachlich gab es dabei viel zu lernen, sondern auch persönlich. Im Anschluss an die jeweilige Veranstaltung, galt es weiterhin, die neu erlernten Inhalte in Konzeptionsgesprächen zu bewerten und zu überlegen, welche Inhalte für die laufenden Projekte nutzbar sind. Zu einigen Themenschwerpunkten sind beispielsweise spannende Newsbeiträge entstanden, die auch auf der Homepage zu finden sind. Durch diese direkten Einblicke wurden die Kenntnisse im Marketingbereich ebenfalls geschärft, da wir die Werbe- und Informationsmaterialien (Broschüren, Flyer, Visitenkarten, Eyecatcher) selbst entwarfen und auch erste Gespräche auf den Messen und Tagungen damit durchführten.

 

Nun geht mein Praktikum zu Ende und wie ich bereits am ersten Tag gesagt habe, die Zeit wird verdammt schnell rumgehen. Dennoch waren es 2 Monate voller neuer Erfahrungen, persönlicher Erkenntnisgewinne und einem Zuwachs an fachspezifischem Wissen im Bereich BGM. Im Anschluss an mein Praktikum wurde mir sogar eine Stelle im UnternehmerHaus angeboten, wodurch die geleistete Arbeit noch einmal eine große Wertschätzung erfährt. Abschließend dürft ihr nun drei Mal raten, ob die Theorien aus dem BGM-Seminar in der Praxis überlebt haben …

Eindrücke von der Digital X 2019 in Köln

Digital X- dahinter steht eine Initiative, die das Ziel verfolgt in Deutschland aktiv die Weichen für die Digitalisierung zu stellen. Mit der Kick-Off-Veranstaltung in Bochum, fiel bereits im April der Startschuss für die dahinterstehende Eventreihe, die eine branchenübergreifende Plattform zum Austausch über die Chancen und Herausforderungen der Digitalisierung bietet. Die im Jahresrhythmus ausgetragene Veranstaltungsreihe fand dieses Jahr ihren Abschluss in einem zweitägigen Finalevent, welches am 29. und 30. Oktober in Köln realisiert wurde. Für 2 Tage war die Stadt Köln so buchstäblich der Hotspot für all diejenigen, die die Digitalisierung in Deutschland vorantreiben oder sich grundlegend für digitale Fragestellungen interessieren. Insgesamt 35.000 Besucher aus allen Branchen nahmen dieses Jahr an den 7 Veranstaltungen im Rahmen der Digital X teil, davon allein circa 20.000 beim Finalevent in Köln. Um der Frage nachzugehen, wie es um die Digitalisierung im deutschen Mittelstand bestellt ist, war an einem der Messetage auch die Hagebölling & Kollegen Unternehmensberatung unter den Fachbesuchern vertreten. Dabei war vor allem von Interesse, welche der digitalen Prozesse und Instrumente explizit für kleine und mittelständische Unternehmen nutzbar sind.

160 Pioniere der digitalen Welt geben Impulse für einen erfolgreichen Digitalisierungsprozess

Um die digitale Transformation in all ihren Facetten abzubilden, kamen insgesamt 160 nationale sowie internationale Referenten im Rahmen der Digital X in Köln zu Wort. Neben namenhaften Persönlichkeiten wie Sir Tim Berners-Lee, dem Begründer des „World Wide Web“ und Jimmy Wales, dem Mitbegründer und Vorstandsmitglied von Wikipedia, äußerten sich auch aufstrebende Pioniere und innovative Startups zu den Möglichkeiten, die eine digitale Zukunft bietet. Auf den insgesamt 5 Bühnen bot sich den Besuchern der Messe die Chance, sich umfassend über den digitalen Wandel zu informieren. Neben der Präsentation digitaler Soft- und Hardware-Lösungen, standen auch kontroverse Diskussionen auf der Agenda der diesjährigen Digital X. So sind mit einer zunehmenden Digitalisierung von Prozessen zwar überwiegend Vorteile wie die Einsparung von wertvollen Ressourcen verknüpft, jedoch hat die digitale Transformation auch ihre Schattenseiten.

Welchen Einfluss haben digitale Errungenschaften wie die künstliche Intelligenz für unser gesellschaftliches Denken und Handeln?

Das digitale Errungenschaften das unternehmerische Handeln und die Art und Weise wie wir arbeiten maßgeblich prägen würden und werden, darüber besteht zweifelsohne ein hoher Konsens. Leonie Müller, die auch als „digitale Nomadin“ gilt, gab jedoch den Impuls, dass längst nicht nur Wirtschaftsprozesse eine „digitale Färbung“ aufweisen. Mit der These „wir sind eine sesshaft wohnende – aber mobil lebende Gesellschaft“, brachte Leonie Müller sehr bildlich zum Ausdruck, dass die digitale Transformation einen weitaus größeren Wirkungsradius aufweist, als und vielleicht bewusst ist. So sprach sie unter anderem davon, dass die Digitalisierung die Beziehungen zu den Dingen in unserem Leben maßgeblich verändert und somit auch einen Einfluss auf das gesellschaftliche Zusammenleben ausübt. Eine weitere kontroverse Diskussion entstand im Vortrag von Ulla Coester rund um die Frage, ob die Weiterentwicklungen digitaler Systeme wie beispielsweise der künstlichen Intelligenz, noch mit unseren Wertvorstellungen vereinbar sind. Die Antwort fiel dabei ebenso deutlich aus, wie der darauffolgende Apell, dass Unternehmen im Zuge der Digitalisierung in der Pflicht stehen, einen Codex mit ethischen Standards zu entwickeln. Denn nur durch die Einhaltung solcher Standards und Normen lässt sich laut Coester gewährleisten, dass die Menschheit auch zukünftig die Macht über die Steuerung des gesellschaftlichen Zusammenlebens fest in den Händen hält.

Offen blieb an diesem Tag hingegen die Frage, ob es der Initiative für Digitalisierung im Zuge der Digital X gelingt, tatsächlich den Innovationsgeist in alle Branchen zu bringen und digitale Lösungen für Unternehmen aller Größen nutzbar zu machen. So zeigte sich bei vielen der präsentierten Soft- und Hardwarelösungen, dass diese eher auf die Anwendung in größeren Unternehmen ausgelegt sind. Somit bleibt abschließend der Eindruck, dass die Digitalisierung in Deutschland in zwei unterschiedlichen Geschwindigkeiten abläuft und kleine und mittelständische Unternehmen dabei im Nachteil sind.

Partnerschaft

EN Baskets Schwelm und Hagebölling & Kollegen Unternehmensberatung – gemeinsam für Nachhaltigkeit!

Wie bei dem Partner EN Baskets steht die Thematik der Nachhaltigkeit an vorderster Front, deshalb fördern wir bewährte Strategien aus dem Bereich des Nachhaltigen Personalmanagement. Dies steht und fällt mit den richtigen MitarbeiterInnen. Diese vor allem in der Region zu finden, dann an das Unternehmen zu binden, darüber hinaus gesund und motiviert zu halten, ist eine große Aufgabe und Verantwortung. Ein weiteres Thema, welches die EN Baskets und unser Unternehmen stark unterstützen und nachhaltig Aufbauen möchten, ist die Förderung von Jugendlichen. 

Mehr über unsere Partnerschaft: https://en-baskets.de/2019/11/13/en-baskets-schwelm-und-hageboelling-kollegen-unternehmensberatung-gemeinsam-fuer-Nachhaltigkeit/

DKM

Was bewegt derzeit die Welt der Finanz- und Versicherungsbranche?

Und außerhalb des Rahmenprogramms? – Zeit für Netzwerken!

Jedes Jahr findet Ende Oktober traditionell die DKM- die Leitmesse für die Finanz- und Versicherungsbranche in Dortmund statt. An der Fachmesse nehmen alljährlich circa 17.000 Angehörige der Versicherungs-, Finanz- und Immobilienbranche teil. Wie bereits im Vorjahr ließ sich auch das UnternehmerHaus Ennepe-Ruhr dieses Event nicht entgehen und nutzte die gebotene Möglichkeit zur Weiterbildung und Netzwerken.

DKM 2019
DKM 2019

Auch wenn die lang ersehnte politische Diskussion mit Friedrich Merz leider aufgrund eines Flugausfalls abgesagt wurde, sind wichtige Trends der Versicherungsbranche aufgeschnappt worden. Besonders heiß diskutiert war dabei der so genannte „Provisionsdeckel“, welcher die im Saal anwesenden Personen bei der Frage „Provisionsdeckel oder Provisionsverbot“ in einer Live-Abstimmung zu einer spürbar unangenehmen Entscheidung drängte. 45% zu 8% hieß das Endergebnis zugunsten eines Provisionsdeckels, den sich aber trotzdem keiner im Publikum zu wünschen schien.

 

Und außerhalb des Rahmenprogramms? – Zeit für Netzwerken!

 

Neben der Teilnahme an den Vorträgen und Workshops hat die Hagebölling & Kollegen Unternehmensberatung die Zeit zwischen den Veranstaltungen des Rahmenprogramms aktiv für vielversprechende Kooperationsgespräche mit einzelnen Ausstellern der Messe genutzt. Unter dem Credo „neue Wege für den bKV- und bAV-Vertrieb“ wurde den potentiellen Kooperationspartnern das dahinterstehende Konzept nahegebracht. So ist beispielsweise die Verknüpfung zwischen der gesetzlich vorgeschriebenen Gefährdungsbeurteilung und einer bKV als hinreichende Maßnahme nicht jedem geläufig. Aufgrund der Kooperation mit germanBroker.net, in den Bereichen Betriebliches Gesundheitsmanagement, betriebliche Krankenversicherung, Pensionsmanagement und der betriebliche Altersvorsorge, zeigte die Hagebölling & Kollegen Unternehmensberatung zusätzlich Präsenz am Stand vom Maklerpool germanBroker.net, um einen direkten Austausch für interessierte Makler zu ermöglichen. Zudem fand eine direkte Ansprache der Messebesucher statt, um durch die Verteilung von Informationsbroschüren weitere Interessenten zu gewinnen. Zusätzlich wurden Ansätze im Fortbildungswesen aufgenommen, die nun weiterverfolgt werden. Desweiteren wurden Ideen und Kooperationspartnern von Gesundheitsfördernden Maßnahmen entdeckt, die in Kombination mit den gesetzlich vorgeschriebenen Gefährdungsbeurteilungen einen weiteren Zweig für Unternehmen darstellen, um ihre Attraktivität und Nachhaltigkeit im Personalmanagement zu steigern. Für die Hagebölling & Kollegen Unternehmensberatung war die DKM 2019 eine hervorragende Chance neuen Input für Arbeitgeber zu erhalten.

 

Warum junge Arbeitnehmer in den Fokus der bAV gestellt werden wollen

Einer Studie von Deloitte aus dem Jahr 2018 zufolge, fürchtet die Mehrheit der befragten Arbeitnehmer, dass ihre Leistungsansprüche aus dem Rentensystem des Staates nicht ausreichend sein werden, um das Einkommen im Alter zu sichern.

 

Im Zuge des demographischen Wandels ist besonders die so genannte Generation Y, also alle die zwischen 1980 und 1990 geboren wurden, von dieser Sorge betroffen. Dennoch existieren bisweilen Unklarheiten über die Bedeutung der bAV, sodass die Vorteile oft nicht bekannt sind. Aus diesem Grund stellen gerade die Ypsiloner eine interessante Zielgruppe für die betriebliche Altersvorsorge dar. Jedoch ist zu betonen, dass im Zuge dessen neue Strategien zu entwickeln sind, die eine gezielte Ansprache junger Arbeitnehmer ermöglichen und zudem die Rahmenbedingungen für eine individuell zugeschnittene bAV schaffen.

 

Warum eine bAV den Nerv der Generation Y trifft

Im Jahr 2020 werden sie global betrachtet die Hälfte der Erwerbstätigen ausmachen – die Generation Y erobert den Arbeitsmarkt und stellt dabei ganz explizite Anforderungen an die Arbeitswelt. So sind die meisten Ypsiloner behütet aufgewachsen und schätzen es, für ihre geleistete Arbeit ein entsprechendes Lob zu erhalten. Gleichzeitig ist es die Generation, die zukünftig am stärksten von den Folgen des demographischen Wandels betroffen sein wird. Da das Umlageverfahren des Generationenvertrages zunehmend an seine Grenzen stößt, sieht sich die Generation Y im Rentenalter vermehrt mit der Problematik der Altersarmut konfrontiert. Eine betriebliche Altersvorsorge stellt hier eine hinreichende Maßnahme dar, die von jungen Arbeitnehmern bereits jetzt zu ergreifen ist, um sich im Alter abzusichern. Auf diesem Wege lassen sich gemeinsam mit dem Arbeitgeber aktiv Rücklagen bilden, die die gesetzliche Rente der Generation Y aufstocken werden. Doch nicht nur aus der Perspektive der jungen Arbeitsnehmer ist eine bAV interessant, denn sie bietet auf Arbeitgeberseite die Chance die Attraktivität des Unternehmens für Fachkräfte zu steigern und Mitarbeiter langfristig an das Unternehmen zu binden. Die Potentiale die eine bAV für die Zielgruppe der Ypsiloner mit sich bringt, sind folglich nicht zu unterschätzen.

Doch stellt sich die Frage, welche Strategien es gibt, diese Zielgruppe gezielt anzusprechen?

 

Ein attraktives bAV-Modell für die Generation Y muss deren Anforderungen größtenteils erfüllen

Die jungen Arbeitnehmer der Generation Y gelten nicht nur bei der Berufswahl als besonders anspruchsvoll. So sind generell Angebote interessanter, die sich mit den Grundwerten dieser Kohorte decken. Dieser Anspruch stellt sich folglich auch für eine betriebliche Altersversorgung, die diese Zielgruppe adressieren soll. Hier gilt es die Wünsche und Sorgen der Arbeitnehmer zu kennen und zu verstehen, um aus diesen ein passgenaues bAV-Modell für das eigene Unternehmen zu generieren. Ein attraktives bAV-Konzept speziell für junge Arbeitnehmer müsste vor allem den Anforderungen der Flexibilität, Zweckmäßigkeit und Sicherheit nachkommen.

Darüber hinaus legt die Generation Y großen Wert auf eine qualifizierte Beratung. Besondere Anreize werden zudem gesetzt, indem das bAV-Modell einen Belohnungs- und Motivationseffekt integriert.

 

Wie ist ein Motivations- und Belohnungsmodell in der bAV umsetzbar?

Die Anforderungen der Generation Y zu 100 Prozent zu erfüllen, scheint unmöglich, allerdings bieten sich Modelle in der bAV an, die es ermöglichen, diesen nahezukommen. Ein denkbares Modell wäre zum Beispiel die Kombination einer betrieblichen Altersversorgung mit einem Zeitwertkontenmodell. Letzteres bringt die gewünschte Flexibilität, die eine bAV aufgrund der gesetzlichen Verfügungsbeschränkungen und der Zweckmäßigkeit nicht bietet. Der Belohnungseffekt bei dieser Variante ließe sich zum Beispiel über die Zugehörigkeit zum Betrieb generieren, indem ein Stufenmodell im Kontext der bAV Einsatz findet. Durch die Ergänzung um ein Zeitwertkonto lässt sich weiterhin die Motivation der Mitarbeiter steigern, indem die daraus resultierenden Erträge für verschiedene Verwendungsmöglichkeiten und somit flexibel zur Verfügung stehen. Grundlegend ist jedoch bei der konkreten Ausgestaltung des betrieblichen Versorgungsmodells zu beachten, dass sich die einzelnen Durchführungswege der bAV in unterschiedlichem Maß mit den Anforderungen der jungen Arbeitnehmer vereinbaren lassen und somit eine gründliche Abwägung erforderlich ist.

Trotz der hohen Anforderungen, die bei einem bAV-Modell speziell für die Generation Y zu berücksichtigen sind, sollten die Potentiale dieser Strategie zur effektiven Mitarbeitergewinnung nicht ungenutzt bleiben. So bietet sie Unternehmen nicht nur die Möglichkeit, sich im Wettbewerb um qualifizierte Nachwuchskräfte nachhaltig aufzustellen, sondern erhöht im Anschluss auch deren Bindung an den Betrieb. Die Mitarbeiterfluktuation ist folglich ebenfalls mit der gezielten Implementierung eines bAV-Konzepts für junge MitarbeiterInnen zu reduzieren. Da die Konzeption und Implementierung eines bAV-Modells sowohl personelle als auch zeitliche Ressourcen erfordert, bietet sich Unternehmen hier die Option auf eine externe Beratung zu setzen, so können sie sich weiterhin auf ihr Kerngeschäft konzentrieren.

 

Quellen:

AssCompact (2019). Die Generation Y mit bAV und Zeitwertkonten ansprechen. Ausgabe 08/2019.

Deloitte (2018). bAV auf dem Weg in die Zukunft – Studie zur betrieblichen Altersversorgung 2018.

Neue Kooperation in „bKV + BGM“ und „bAV & Pensionsmanagement“

GermanBroker.net ist ein Maklerverbund, welcher nach dem Credo „Gemeinsam mehr bewegen“ agiert. Wir schließen für germanBroker.net eine Vertriebslücke!

Am 20. September fanden zum sechsten Mal die germanBroker.net-Partnertage im Arcadeon in Hagen statt. Die germanBroker.net-Partnertage sind ein regelmäßig stattfindendes Event, bei denen der Veranstalter den angegliederten Maklern zum einen die Gelegenheit bietet, sich entsprechend der Vorgaben weiterzubilden und zusätzlich den Raum für einen aktiven Austausch untereinander generiert. So erhalten die anwesenden Makler die Möglichkeit, sich über die neuen Potentiale für ihr Geschäft zu informieren, die sich aus den Partnerschaften von germanBroker.net ergeben.

 

Als neuer Partner von germanBroker.net stand die Vorstellung der Kooperationen in „bKV+BGM“, sowie „bAV & Pensionsmanagement“ im Vordergrund. Mit der Intention den teilnehmenden Versicherungsmaklern „neue Möglichkeiten mit germanBroker.net“ zu eröffnen, wurden mehrere Wege genutzt, um Kontakte zu knüpfen und den neuen Vertriebsansatz im bKV-, sowie bAV-Geschäft bestmöglich zu platzieren. Unter dem Projekt „Fokus Firmenkunde“ sollen Versicherungsmakler durch das nachhaltige Vertriebskonzept profitieren.

 

Im Fokus stand hierbei der von der Hagebölling & Kollegen Unternehmensberatung gehaltene Fach- und Fortbildungsvortrag „Gefährdungsbeurteilung: die unbekannte Gefahr!“, der die Verknüpfung zwischen dem rechtlich verpflichtenden BGM und einer bKV, als Maßnahme zur Gesundheitsförderung, verdeutlicht. Zusätzliche Präsenz erhielt das UnternehmerHaus Ennepe-Ruhr durch eine Ausstellung, welche die Möglichkeit zum aktiven Austausch über die neue Partnerschaft mit germanBroker.net bot. Somit bestand ein optimaler Rahmen, sich am Stand aktiv über das neue Alleinstellungsmerkmal im Vertrieb zu informieren. Aus diesen Gesprächen ergaben sich zum Teil vielversprechende Ansätze, die in Zukunft vertieft werden sollen.

Eine Trendumfrage zum Thema Gesundheitsempfinden am Arbeitsplatz

„Welche Wünsche richten BerufseinsteigerInnen und Berufstätige an ihren Arbeitsplatz?“

 

Mit dieser Frage befassen wir uns Derzeit im Rahmen unseres Praktikums in der Hagebölling & Kollegen Unternehmensberatung Unternehmergesellschaft & Co. KG (haftungsbeschränkt).

Die generierten Daten der Umfrage, im Bereich des Betrieblichen Gesundheitsmanagement und Nachhaltigen Personalmanagement, sollen den Ausbau unserer Projekte zur Mitarbeiterbindung und Erstellung eines gesunden Arbeitsplatzes ermöglichen.

 

Sie haben die Möglichkeit einen Beitrag zu leisten, das Bild eines perfekten Arbeitsplatzes zu vervollständigen.

 

Hier gelangen Sie zur Umfrage:

https://www.umfrageonline.com/s/eae45d7

 

Vielen Dank für Ihre Teilnahme

 

Heute schon den Praktikumsplatz im UnternehmerHaus Ennepe-Ruhr für das nächste Jahr sichern.

Starten Sie doch schon heute damit, dass nächste Jahr bewusst zu nutzen und sinnvoll zu planen.

 

„Jetzt schon für morgen planen“

… klingt wie ein typischer Werbeslogan, ist aber auch ziemlich clever. Häufig werden Aufgaben wie Bewerbungen schreiben, bis Ultimo aufgeschoben, um dann kurz vor knapp unter Stress erledigt zu werden. Dies hängt aber nicht nur an dem Aufwand. Passende Praktikumsplätze finden sich nicht immer so einfach. Vor allem, wenn sichergestellt werden soll, dass das Praktikum jemanden persönlich weiterbringen soll. Die Lösung liegt auf der Hand: Einfach machen! Denn wer bewusst seine verfügbare Zeit im Voraus plant, kann freie Zeit stressfreier genießen.

 

„Wie sieht das Praktikum aus?“

Für 2020 stehen Ihnen noch Optionen offen. Unsere Homepage bietet Ihnen die Möglichkeit, schon vorab durch Berichte von vorherigen PraktikantInnen, einen Einblick in Ihr mögliches Praktikumsumfeld zu bekommen.

Sie wollen jetzt schon beruhigt auf das nächste Jahr blicken, ohne Sorgen um die Praktikumsplatzsuche? Nehmen Sie sich jetzt die Zeit, um eine kreative und auffallende Bewerbung an das UnternehmerHaus Ennepe-Ruhr zu schreiben.

 

Praktikumsplätze vergeben wir für folgende Bereiche:

Wir freuen uns auf neue Persönlichkeiten, die mit uns aktiv im Jahr 2020 arbeiten und lernen wollen!


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