Pflichtpraktikum? – Das erwartet Euch im UnternehmerHaus Ennepe-Ruhr

So einfach: Bewerbung schreiben; Vorstellen und Eindrücke erhalten; Anfangen, Erfahrungen sammeln und Chancen sichern

In unserem News Archiv besteht die Möglichkeit, sich einen guten Eindruck durch Erfahrungsberichte zu schaffen. Lesen lohnt sich und gibt einen guten Eindruck in die damalige Praktikumszeit, doch was würde mich jetzt ganz konkret erwarten?

Wer noch auf der Suche ist, der hat die Chance sich für folgende Praktikumsplätze im UnternehmerHaus zu bewerben:

 

  •       Praktikum im Bereich betriebliches Gesundheitsmanagement
  •       Praktikum im Bereich Nachhaltiges Personalmanagement
  •       Praktikum im Bereich Cultural Diversity Management
  •       Praktikum Im Bereich Datenschutzkoordination
  •       Praktikum im Bereich Marketing

 

Praktikum im UnternehmerHaus – Ein Ausblick

Bei uns ist immer was los! Mit regelmäßigen konstruktiven Diskussionen, Konzeptausarbeitungen und Projektumsetzungen, sowie abwechslungsreichen gemeinsamen Mittagessen oder Unternehmungen, wird es nicht langweilig. In dieser schönen familiären und auch ideenreichen Atmosphäre binden wir unsere PraktikantInnen immer ein. Neben den Einblicken in das tägliche Geschäft, freuen wir uns auf besondere Highlights in den kommenden Monaten. Zum einen stehen unsere Workshops in der BayArena in Leverkusen an, welche nicht nur informativ sind, sondern auch interessante Einblicke ins Networking und in das Stadion gewähren.  Im Oktober stehen direkt zwei Messebesuche auf dem Plan, zum einen die DKM – Leitmesse für die Finanz- und Versicherungswirtschaft in Dortmund und auch die Digital X Messe in Köln, die sich mit allem rund um Digitalisierung befasst. Diese Messetermine sind immer etwas Besonderes. Auf dem Messegelände ist alles wie in einer anderen Welt voller Vorträge, Workshops, leckerem Essen, guter Gespräche und vielem mehr. Es stehen viele besondere Erlebnisse und Erfahrungen an. Viel mehr als nur ein Büropraktikum.

Jetzt kommt natürlich der Verdacht auf, wenn ich mich jetzt bewerbe dann habe ich doch niemals zeitig eine Rückmeldung. Doch! Wir sind jederzeit für Bewerbungen bereit und beantworten diese umgehend. Ganz schnell und einfach:

 

  1. Eure schriftliche Bewerbung
  2. Einladung: Vorstellung und Einzelassessment, umfangreiche  Eindrücke und gegenseitiges Kennenlernen
  3. Alles passt? Schon kann es losgehen

 

Und was jetzt?

Hinsetzen und Bewerbung schreiben! Ihr wartet nicht gerne auf die Beantwortung eurer Bewerbung?! Genauso wenig beeindrucken uns standardmäßige Bewerbungsschreiben, deshalb freuen wir uns auf kreative Bewerbungen. Einfach mal mutig und ganz bewusst anders machen.

Die Praktikumsausschreibungen mit allen Informationen zur Bewerbung und den Praktikumsinhalten sind auf der Website unter folgendem Link zu finden:  http://www.unternehmerhaus.eu/themen/offenestellenundpraktika/.

 

Dieser Link eignet sich ganz ausgezeichnet dazu, an Bekannte und Freunde ohne Praktikumsplatz weitergeleitet zu werden.

 

Jetzt gerade kein Bedarf? – Schade, aber kein Problem, da wir regelmäßig tolle Stellen vergeben. Einfach mal auf der Website nachschauen oder mit Initiativbewerbung Eindruck machen.

Workshop BayArena Leverkusen

Exklusive Einblicke in einen unsere Workshops in der BayArena

Die Workshop Reihe in der BayArena in Leverkusen geht weiter!

Erfolgreiche Veranstaltungen haben uns dazu bewegt, mit einer neuen Workshop Reihe fortzufahren.

Die Zielsetzung dieser Veranstaltungen ist gleichzeitig Ihr Mehrwert und unser Unternehmensleitbild: Nachhaltigkeit und Lebensqualität an den Arbeitsplatz bringen und das mit unserer gewohnten Leichtigkeit!

Der Vortrag befasst sich mit dringend benötigten Konzepten zur nachhaltigen Unternehmensführung. Nachhaltigkeit ist in aller Munde, sodass zu aller erst der Begriff klar definiert werden muss. Denn gemeint ist hier die ökonomische und soziale und nicht die, ebenso notwendige ökologische Nachhaltigkeit.

 

Warum Sie sich mit dem Thema Nachhaltigkeit befassen sollten!

Es geht so schnell, dass gesagt wird „betrifft mich nicht“, „keine Priorität/keine Zeit“ oder die ganz ehrliche Variante „keine Lust auf noch was Neues“. Dieses Thema ist jedoch keines von denen, die weggeschoben werden können. Wir befinden uns jetzt im Fachkräftemangel, haben jetzt die Probleme mit dem hohen Krankenstand.

In unserem Workshop liegt der Fokus ganz klar darauf, ein Bewusstsein für die Relevanz eines nachhaltigen Personalmanagement zu erzielen. Verschiedene Strategien und Umsetzungsmöglichkeiten, um wirtschafts- und sozialpolitische Strukturen von Unternehmen zukunftsfähig zu realisieren, werden aufgezeigt. Nachhaltiges Personalmanagement wird sich durch betriebliches Gesundheitsmanagement, Pensionsmanagement, Bildungsmanagement oder auch Diversitätsmanagement auszeichnen.

Nachhaltigkeit für die wichtigste Ressource – Ihre MitarbeiterInnen

Diese sich am effektivsten durch Betriebliches Gesundheitsmanagement realisieren. Damit punkten Sie auf vielen Ebenen!

 

Betriebliches Gesundheitsmanagement sorgt für nachhaltige Eindrücke

Diese Vorteile sind den Teilnehmenden der Veranstaltung eindrucksvoll im Gedächtnis geblieben und sorgten für viele bereichernde Gespräche, beim anschließenden Networking in der Barmenia-Loge der BayArena. Der zusätzliche Nutzen einer Gefährdungsbeurteilung, abseits von reinen Gesundheitsfragen, ist den meisten noch nicht bewusst. Die Gefährdungsbeurteilung im Rahmen des gesetzlichen betrieblichen Gesundheitsmanagement ist ein kostengünstiges Instrument zur Erfassung der Bedürfnisse der MitarbeiterInnen, zur Feststellung von Potenzial im Unternehmen und gibt einen tiefen Einblick in das Denken und Fühlen der Belegschaft, der sonst verwehrt bleibt.

Im Rahmen dieser Workshop Reihe wurde der, für viele undurchsichtige, Begriff des Betrieblichen Gesundheitsmanagements definiert, die aufgeführten Vorteile diskutiert und mit handfesten Zahlen und Statistiken bekräftigt. Nachhaltiges Betriebliches Gesundheitsmanagement führt zur richtigen Kostenstrategie, nicht zu verwechseln mit unnötigem Schnick Schnack.

 

Fazit?

Die nächsten Veranstaltungen stehen fest, diese Tatsache spricht für sich! Die innovativen Konzepte sind sehr gefragt.

Haben auch Sie als UnternehmerIn Interesse an einer Veranstaltung teilzunehmen? Nehmen Sie Kontakt auf und setzen in Ihrem Unternehmen auf Nachhaltigkeit. Dieser Workshop wird Sie absolut nachhaltig begeistern.

Gesetze im Überblick Teil 2

Wie im vorherigen Newsbeitrag angekündigt hier der zweite Teil zum Thema Gesetze, um aufzufrischen, was sich getan hat und wie Sie profitieren können. Zum einen wird das Qualifizierungschancengesetz kurz vorgestellt und zum anderen Grundlagen des Brückenteilzeitgesetzes dargestellt. 

Qualifizierungschancengesetz1&2:

Eine Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung hat ergeben, dass der Anteil von Tätigkeiten, die automatisiert werden können, in den letzten Jahren gestiegen ist. Deshalb wird es für Unternehmen und Beschäftigte immer wichtiger, dass sie sich im Bereich Digitalisierung weiterbilden, um für den Arbeitsmarktwandel gut aufgestellt zu sein. So gut wie jede Branche ist von dieser Digitalisierung betroffen, sodass ArbeitnehmerInnen entsprechende Qualifikationen aufzeigen müssen, um ihre Tätigkeiten auszuführen. Die Digitalisierung ist ein Grund, aber darüber hinaus gibt es unzählige Gründe sich weiterzubilden. Einerseits ist es eine nachhaltige Möglichkeit, sich durch Qualifikationen für den Arbeitsmarkt attraktiver zu machen und unentbehrlich für Ihre/n jetzige/n ArbeitgeberIn. Auch für sie als ArbeitgeberIn ist dieses Gesetz die Grundlage um endlich mehr Mitarbeiterbindung zu erzielen, durch individuelle Weiterbildungen zeigen Sie Ihren MitarbeiterInnen Ihre Wertschätzung. Nutzen Sie die Förderungsmöglichkeiten, die Ihnen geboten werden!

Die Bundesregierung hat zum 01.01.2019 beschlossen, die Kompetenzen der Beschäftigten zu erweitern und dies zu fördern. Die Weiterbildung wird von der Bundesagentur für Arbeit mit Zuschüssen unterstützt und muss letztlich auch von ihr genehmigt werden. Gerade für kleine und mittlere Betriebe sind die gesetzliche Grundlage und Unterstützung ein stärkender Ausgangspunkt.

Die Betriebe haben gewisse Bedingungen einzuhalten:

  • Weiterbildung soll über kurzfristige Anpassungsfortbildungen hinausgehen, also nachhaltig sein
  • 10-249 Beschäftigte: ArbeitgeberIn muss mind. 50% der Weiterbildungskosten übernehmen
  • 250-2499 Beschäftigte: ArbeitgeberIn muss mind. 75% der Weiterbildungskosten übernehmen
  • Ab 2500 Beschäftigte: ArbeitgeberIn muss mind. 85% der Weiterbildungskosten übernehmen
  • Kleinbetriebe unter 10 Beschäftigte: komplette Kostenübernahme seitens Bundesagentur
  • Berufsabschluss der Beschäftigten: mind. 4 Jahre her
  • Weiterbildungsdauer: mind. 120 Stunden

 

Brückenteilzeitgesetz1&3:

Seit dem 1. Januar 2019 gilt die Brückenteilzeit. Sie ermöglicht zeitlich befristete Teilzeitarbeit mit einem Rückkehrrecht in die vorherige Arbeitszeit. Angestellte haben das Recht für mindestens ein Jahr und maximal 5 Jahre in Teilzeit zu arbeiten und später wieder ihre Vollzeitstelle zu besetzen. Gerade für Familienplanung, große private Projekte oder auch eine längerfristige Weiterbildung werden so möglich. Dieser Teil des Brückenteilzeitgesetzes soll Gefährdungen für Beschäftigte vermeiden und es ermöglichen einfach nach Teilzeit in die Vollzeitstelle zu wechseln. Für den/die ArbeitgeberInnen ergibt sich die Möglichkeit ihre Personalplanung effizienter zu gestalten. Mit einer schriftlichen Vereinbarung können sich somit ArbeitgeberInnen und ArbeitnehmerInnen verbindlich auf den Rückkehrzeitpunkt einigen. Daraus erschließen sich jedoch Voraussetzungen, die für die Umsetzung erforderlich sind:

  • Bei Unternehmen bis 45 Beschäftigte= nicht gültig
  • 46- 200 Beschäftigte= Jeder 15. MitarbeiterIn hat Anspruch auf Brückenteilzeit
  • mehr als 200 Beschäftigte= gesamte Belegschaft hat Anspruch auf Brückenteilzeit
  • MitarbeiterIn muss mind. sechs Monate im Betrieb beschäftigt gewesen sein
  • Im Wiederholungsfall der Brückenteilzeit= letzte BT muss mind. ein Jahr zurück liegen
  • stehen betriebliche Gründe vor= ArbeitgeberIn darf Antrag ablehnen
  • während BT= keine weitere Verringerung, Erhöhung oder vorzeitige Rückkehr möglich

 

Immer auf dem neuesten Stand zu sein und in allen Bereichen einen Blick auf Trends und Gesetzesänderungen zu haben liegt in unserer Verantwortung, wenn wir Sie in einem unserer Dienstleistungsschwerpunkte beraten. Übergeben Sie neue Anforderungen und schaffen somit nachhaltig Zeit und Kraft für Ihr Geschäft! Nachhaltiger Geschäftserfolg beginnt mit nachhaltiger Beratung und Übergabe von Aufgaben.

 

Quellen:

1Impulse. „Das ist Gesetz!“  Ausgabe 02/2019. Seite 70-73.

2Die Bundesregierung. „Qualifizieren für den digitalen Wandel“: https://www.bundesregierung.de/breg-de/aktuelles/qualifizieren-fuer-den-digitalen-wandel-1523718 (Stand: 15.03.2019).

3Die Bundesregierung. „Brückenteilzeit ab 2019 möglich“: https://www.bundesregierung.de/breg-de/aktuelles/brueckenteilzeit-ab-2019-moeglich-1140040 (Stand: 15.03.2019).

Was ist eigentlich daraus geworden?

Wir alle lesen oder hören häufig von neuen Gesetzen, Anfragen oder Gesetzesanpassungen, aber ganz oft gehen uns solche Informationen schnell unter. Das Jahr ist schon fortgeschritten, doch was ist eigentlich aus den ganzen Gesetzesvorschlägen geworden? Wie heißt es so schön Gesetz ist Gesetz, sollten da nicht alle auf dem gleichen Stand sein?! Als starker und zuverlässiger Partner vieler Betriebe, stehen wir in der Pflicht über Gesetzesänderungen informiert zu sein und dadurch ganzheitlich und nachhaltig beraten zu können.

Jahressteuergesetz1:

Nachträgliche Ergänzungen zum Jahressteuergesetzes ermöglichen, insbesondere Pendlern, einen großen Vorteil. Seit dem 01.01.2019 ist für Pendler das Jobticket lohnsteuerfrei zu erhalten2. Das Positive ist, dass es auch keine Beitragsobergrenze gibt, sodass das Jobticket unabhängig von der Beitragshöhe lohnsteuerfrei bleibt. Die Intention des Bundesrates ist, dass ArbeitnehmerInnen verstärkt öffentliche Verkehrsmittel nutzen sollen. So vermeiden Sie Stau und ist darüber hinaus besser für den Geldbeutel und die Umwelt. Außerdem besteht für Beschäftigte die Möglichkeit das Jobticket für private Zwecke zu nutzen.

Die Versteuerung des betrieblichen Fahrrades seitens der ArbeitnehmerInnen fällt ebenso weg2. Diese Regelung gilt ebenfalls unabhängig von der Beitragshöhe des Dienstfahrrads. Außerdem muss dieses zusätzlich zum Lohn gewährt werden, also als „Gehaltserhöhung“ und nicht als Entgeltumwandlung. Auch Dienstfahrräder dürfen privat genutzt werden.

Zusätzlich ist die Beitragsbemessungsgrenze der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung von 4.425€ auf 4537,5€ gestiegen1. Aber seit dem 01.01.2019 werden die Beiträge zur gesetzlichen KV von ArbeitgeberInnen und ArbeitnehmerInnen zu gleichen Teilen finanziert. Im Bereich des gesetzlichen Mindestlohnes wurde eine Erhöhung durchgesetzt. Der Mindestlohn ist von 8,84€ auf 9,19€ festgelegt und zum 1.01.2020 wird es erneut angehoben auf 9,35€ 3.

Mietpreisbremse1&4:

Mieter dürfen sich dieses Jahr ebenfalls freuen: Dank der Mietpreisbremse werden den Vermietern mehr Pflichten und den Mietern mehr Rechte zugeschrieben. Neue gesetzliche Vorschriften sollen dafür sorgen, dass überhöhte Mietpreise vermieden werden.

Verlangen Vermieter höhere Mietpreise, als die ortsübliche Vergleichsmiete, so müssen sie dem Mieter ohne Aufforderung schriftlich mitteilen, welche Gründe dafür vorliegen. Hinzufügend muss nachgewiesen werden, welchen Betrag der Vormieter gezahlt hat. Bei Unterlassung dieser Vorschrift, darf dies der Mieter formlos und unbegründet beim Vermieter anmerken und dann klagen. Außerdem dürfen Modernisierungskosten bundesweit nur noch 8% im Jahr geltend gemacht werden. Bislang waren es jährlich 11%.

 

In nächster Zeit erscheint ein weiterer Erinnerungsbeitrag, damit Sie neue Gesetzesgrundlagen nicht vergessen und auch für Ihr Unternehmen umsetzen und auch nutzen können. Lesen Sie uns gerne wieder!

 

Quellen:

1Impulse. „Das ist Gesetz!“,02/2019. Seite 70-73.

2Claudia Beck Steuerberatung. „Steuerfreies Jobticket für Pendler“: https://www.steuerberatungbeck.de/news/januar_2019/steuerfreies_jobticket_f%C3%BCr_pendler/ (Stand: 15.03.2019).

3Bundesministerium für Arbeit und Soziales: https://www.bmas.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2018/das-aendert-sich-im-neuen-jahr.html;jsessionid=3FA6502C34C49D75A4D8D501B197D9B6  (Stand: 07.05.2019).

4Focus. „Mietpreisbremse 2019: Neue Pflichten für Vermieter, mehr Rechte für Mieter“: https://www.focus.de/immobilien/experten/mietpreisbremse-2019-neue-pflichten-fuer-vermieter-mehr-recht-fuer-mieter_id_10085178.html (Stand: 15.03.2019).

Ein Erlebnisbericht aus der Praxis

Ende letzten Jahres habe ich mich, als Bachelorstudentin für Soziologie, auf Praktikumssuche gemacht. Auf der Website der Ruhr-Universität Bochum bin ich auf das Stellenangebot vom UnternehmerHauses Ennepe-Ruhr aufmerksam geworden, welches speziell an SozialwissenschaftlerInnen gerichtet war. Wer SoWi studiert, kennt das Problem der fehlenden Ausschreibungen explizit für diesen Studiengang. Im UnternehmerHaus Ennepe-Ruhr waren mehrere Stellen offen, darunter auch die Praktikumsstelle im betrieblichen Gesundheitsmanagement. Genau in diesem Bereich setze ich meinen persönlichen Interessensschwerpunkt. Nach einer unkomplizierten Bewerbungsphase wurde ich zum Einzel Assessment eingeladen. Im Einzel Assessment hatte ich eine tolle Gelegenheit, Einblicke in die Aufgaben zu erhalten, die mich in meinem Praktikum erwarten würden. Somit wusste ich im Anschluss genau, ob ich mir ein Praktikum im UnternehmerHaus Ennepe-Ruhr vorstellen könnte. Ich bekam die Stelle und meine Erfahrungen als Praktikantin würde ich gerne mit euch teilen.

Mein erster Tag begann mit einem tollen Empfangsfrühstück und dem ganzen Team, in einer familiären Arbeitsatmosphäre. Somit hatte ich die Gelegenheit alle KollegInnen näher kennenzulernen. Direkt zu Beginn wurde ich in ein laufendes Projekt mit eingebunden und durfte meine Chefin zu einem Konzeptionsgespräch mit der Barmenia Versicherung zum Hauptsitz nach Wuppertal begleiten. Da ich zum ersten Mal in einem Businessgespräch dabei war, hatte ich die Möglichkeit zu sehen, wie solche Gespräche im Berufsleben ablaufen. Während meines Praktikums habe ich gelernt, dass nicht nur Fachkunde im Beruf gefragt ist, sondern auch der Einbezug von sozialpsychologischen Ebenen.

Im Laufe meines Praktikums habe ich weitere Konzeptionsgespräche mit unterschiedlichen Partnern begleitet und im Projektteam weitere daraus resultierende Konzepte und Ideen ausgearbeitet, statistische Erhebungen ausgewertet und Grafiken erstellt, Newsbeiträge für die Homepage verfasst und Broschüren für die Öffentlichkeitsarbeit angefertigt. Marktrecherchen und Einarbeitung in neue Themengebiete standen am Anfang jeder neuen Aufgabe. Zusätzlich konnte ich durch zertifizierte Weiterbildungsangebote in Bereichen des Datenschutzes und „Professional Writing“ profitieren.

In der letzten Woche meines Praktikums wurde das im Projektteam entwickelte Maklerkonzept, im Rahmen einer IDD-Fortbildung, durchgeführt. In dieser Veranstaltung, welche in der BayArena in Leverkusen stattfand, war ich für die Einschätzung der Reaktionen zuständig. Durch sozialpsychologisches Feingefühl konnte ich die Aufnahme des Konzeptes gut deuten und in die Nachbesprechung einfließen lassen, um das Konzept stetig zu verbessern. An solchen geschäftlichen Tätigkeiten teilzunehmen ist für mich keine Selbstverständlichkeit gewesen, sodass ich die Transparenz in meinem Betrieb besonders schätzte!

Nach meinem neunwöchigen Praktikum gab es mein Abschlussgespräch. Dieses verlief sehr konstruktiv und angenehm. Meine Chefin sowie Betreuerin nahmen sich viel Zeit für mich, um alles mit mir gemeinsam zu reflektieren und Verbesserungsvorschläge, als auch Lob zu geben. Dies habe ich sehr geschätzt, da ich mich mithilfe dieses Feedbacks besser einschätzen und für den weiteren Verlauf meines Berufslebens lehrreiche Informationen mitnehmen konnte.

Mit einem gemütlichen Frühstück, einem kleinen Geschenk und netten Worten wurde ich verabschiedet. Die familiäre Atmosphäre im Betrieb und die Aufmerksamkeit meiner KollegInnen, machten diesen Abschied sogar schwieriger. Darüber hinaus wurde mir die Möglichkeit gegeben mich erneut zu bewerben, sobald ich eine Werkstudententätigkeit mit dem Studium vereinbaren kann.

Deshalb bin ich froh, meine Zeit nicht „absitzen“ zu müssen, sondern meine Kompetenzen erweitern und vielseitige Einblicke in die Unternehmensberatung bekommen zu haben. Deswegen würde ich auch allen Studentinnen, die keinen monotonen Tätigkeiten nachgehen wollen und Interesse für diese Branche haben, ein Praktikum im UnternehmerHaus Ennepe-Ruhr empfehlen! Das wichtigste ist, dass ihr Kreativität, Wissensdurst und Motivation mitbringt!

4 Wege zur Pole-Position

Von Beginn an Mitarbeiterpotenzial erkennen, effektiv binden und die guten MitarbeiterInnen im Unternehmen behalten, nur so können Start-ups bestehen und wachsen!

 

Immer häufiger sind junge Menschen von ihrer Idee oder ihrem Produkt so überzeugt, dass sie den Sprung in die Selbständigkeit wagen. Die Anzahl dieser Neugründungen wächst von Jahr zu Jahr. Allein 2017 gab es bereits 108.000 Start-up-GründerInnen mit 60.000 Start-ups in Deutschland1. In diesen jungen Unternehmen steckt viel Einsatz und Herzblut und auch in hohem Maße zumeist Eigenkapital.

Mit einer Neugründung sind demnach viele Überlegungen und Kosten verbunden, um zu bestehen. Insbesondere der Faktor der Mitarbeiterfindung und -bindung erhält nur bedingt die Pole-Position der Unternehmensgründer, da die Anfangseuphorie schnell den Weitblick verschränkt. Ein großer Fehler, da auf dem Markt verschiedene Phasen durchlaufen werden, um erfolgreich zu bestehen und anzukommen. Wenn auf dem Weg dahin, dann auch noch Mitarbeiter neu eingestellt und eingearbeitet werden müssen, wird dieser Prozess verlangsamt und tatsächlich auch gefährdet.

 

Warum Mitarbeiter von sich und dem Unternehmen überzeugen?

Wettbewerbsfähigkeit und Wachstumspotenzial sind für Start-ups von immenser Bedeutung und der Fachkräftemangel ist hier besonders bemerkbar. Eine/n MitarbeiterIn die/der von der Unternehmensgründung bis zu den ersten Erfolgen bei Ihnen angestellt war, sollten Sie nicht verlieren, denn dieses Wissen ist wertvoll.

Start-up Mitarbeiter
Start-up Mitarbeiter

Der Start-up Report 2018 der KfW Bankengruppe1 stellt heraus, dass die Zahl der Start-ups im Vergleich zum Vorjahr gestiegen ist und beschäftigt sich mit den gängigen Vorstellungen von Gründerinnen und Gründern. Natürlich muss die Finanzierung gut durchdacht sein, aber dennoch leiden viele Start-ups nicht unter Kapitalmangel, sondern unter Fachkräftemangel. Dieser hemmt in erheblichen Maßen das angestrebte Wachstum.  In der Tabelle erkennen Sie den hohen Stellenwert, welcher der Mitarbeitergewinnung zugeschrieben wird. Es verdeutlicht, dass ein großes Hemmnis in der Aufgabe der Mitarbeiterfindung und -bindung besteht. Gerade Fachkräfte für den Datensicherheits-, und IT-Bereich sind kaum zu finden und zwar für jedes Unternehmen.

 

Ihr Start-up attraktiv für Fachkräfte machen!

Start-ups kämpfen also um Fachkräfte, die im selben Augenblick auch von großen etablierten Unternehmen gesucht werden. Auf den ersten Blick ein ungleicher Kampf. Umso wichtiger ist es also Motivationen und Alleinstellungsmerkmale zu schaffen und nach außen hin zu kommuniziere, auf welche die Bewerber aufmerksam werden.

Angebote zur Mitarbeiterbindung stehen oft im schlechten Licht besonders viel Geld zu kosten, doch das muss nicht sein. Arbeitszeitenmodelle und Pausengestaltung sind kostengünstig zu etablieren und schaffen einen großen Anreiz, da sich Hobby, Familie und Beruf leichter verbinden lassen. Betriebsklima und Arbeitsatmosphäre stechen schnell heraus, wenn alle mit großer Begeisterung bei der Sache sind und sich gut verstehen.

 

4 Wege für nachhaltige Mitarbeiterbindung:

 

1.Betriebliches Gesundheitsmanagement

Betriebliches Gesundheitsmanagement ist nicht nur was für die Großen, ganz im Gegenteil. Maßnahmen sind in jeder Größenordnung zu etablieren und die gesetzliche Gefährdungsbeurteilung ist der perfekte Indikator an welcher Stelle Mitarbeiter besondere Bedürfnisse haben. Ganz nach dem Motto nicht wahllos Neues zu etablieren, sondern effektiv.

 

2.Nachhaltigkeit in der Mitarbeiterstruktur

Mitarbeiter langfristig an Ihr Unternehmen zu binden, bedeutet auch für jede Lebenslage eingerichtet zu sein. Familienfreundlichkeit wird von MitarbeiterInnen hochgeschätzt. Egal welche Größe Ihr Unternehmen hat, sorgen Sie von Anbeginn an für effektiven Mutterschutz und einen offenen Umgang mit Ihren Angestellten um eine Vertrauensatmosphäre zu etablieren, in welcher zum Beispiel offen über Stillzeit, Elternzeit und auch Pflege von Angehörigen gesprochen werden kann.

 

3.Team und Gemeinschaft

Neben einem offenen Ohr für die Bedürfnisse Ihrer MitarbeiterInnen, ist es in zweierlei Hinsicht von großer Bedeutung regelmäßig als Team zusammenzukommen. Teambesprechungen sind für Start-ups essentiell. Beziehen Sie alle mit ein, suchen nach Lösungen oder tüfteln an neuen Innovationen. Nebenher steigern Sie so ein Gemeinschaftsgefühl und ein Gefühl der Wertschätzung der geleisteten Arbeit. Nutzen Sie das gemeinsame Potential und zeigen Sie Wertschätzung für gute Ideen und Anstrengung. Regelmäßige Teambesprechungen sind auch eine gute Möglichkeit um gegenseitigen Ansporn zu gewinnen und sich als Team besser zu verstehen. Sich in Start-ups zu verwirklichen, machen für viele Mitarbeiter einen persönlichen Reiz aus. Einem Start-up seine „persönliche Note“ mitzugeben ist für viele junge Menschen attraktiver, als sich in bestehende Betriebsstrukturen anzupassen.

 

  1. Positive Fehlerkultur und Pausenkultur

Eine positive Fehlerkultur ist unerlässlich, wenn Innovationen entstehen sollen. Diese in einem Unternehmen zu leben bedeutet, dass aus Fehlern gelernt wird und somit ein Nutzen entsteht. Fehler werden nicht verteufelt und die gute Arbeitsatmosphäre hält kleinen Problemen stand. Mitarbeiter, die für Fehler und deren Lösung geschätzt werden und keine Strafe fürchten, arbeiten gerne im Unternehmen.

Pausen sind ein leider viel zu oft vernachlässigter Faktor, dabei kann eine gut verbrachte Pause den gesamten Arbeitstag beeinflussen. Pausen sorgen für neue Energie, neue Motivation, gesunde Ablenkung, um ein Thema danach wieder anzugehen und verhindern psychische und physische Erkrankungen. Eine gesunde Pausenkultur zu etablieren ist ein einfaches, aber hochwirksames Mittel zur Mitarbeiterbindung. Mit kleinen Anpassungen, wie beispielsweise dem Angebot einer aktiven Pause in Form eines kleinen Spaziergangs an der frischen Luft oder einem schönen Pausenraum können Sie Ihren MitarbeiterInnen Wertschätzung für geleistete Arbeit entgegenbringen und auch Teamgeist stärken.

Positive Fehlerkultur und Pausenkultur sind Fachgebiete unserer Arbeit im betrieblichen Gesundheitsmanagement. Wir haben Broschüren zu diesen Themengebiete für Sie erstellt, diese finden Sie in unserem Downloadbereich hier: http://www.unternehmerhaus.eu/themen/download-2/.

 

Wie der Markt von der neuen Idee überzeugt werden muss, so müssen Sie auch Mitarbeiter überzeugen zu kommen um zu bleiben.

 

Bei Fragen haben wir jederzeit ein offenes Ohr für Sie! Rufen Sie einfach an.

 

 

Quellen:

1Kfw Research. „Kfw-Start-up-Report 2018“: https://www.kfw.de/PDF/Download-Center/Konzernthemen/Research/PDF-Dokumente-Studien-und-Materialien/KfW-Start-up-Report-2018.pdf (Stand:13.03.2019).

 

Nachhaltigkeit in Unternehmen

Nachhaltige Unternehmensführung

Wer zuerst handelt hat den Wettbewerbsvorteil!

Es gibt Dinge die will ein/e UnternehmerIn nicht hören.

Es gibt aber auch Anforderungen, welche es zu erfüllen gilt, ob Sie davon hören wollen oder nicht.

 

Ohne lang drumherum zu reden starten wir in den Beitrag, dann haben Sie die Lösung direkt parat.

In diesem Beitrag meint Nachhaltigkeit nicht die Nachhaltigkeit im ökologischen Sinne, sondern Nachhaltigkeit im unternehmerischen Sinne. Drei knappe Punkte haben wir rausgepickt, die im Sinne der Nachhaltigkeit besonders zu fokussieren sind.

 

 

  1. Wer verliert gerne Kunden?

Nachhaltiger Umgang mit Ihren Kunden

Ein nachhaltiger Umgang ist unerlässlich. Oder verlieren Sie gerne Kunden? Nachhaltig ist ein Verhältnis, welches auf Wertschätzung und Ehrlichkeit aufgebaut ist, daraus entsteht Vertrauen. Vertrauen wiederrum erhöht Empfehlungsquoten, so können Sie neue Kunden gewinnen.

Ein vertrauensbasierter Kundenkontakt ist die eine Seite.

 

Auf der anderen Seite sind datenschutzrechtliche Grundlagen zu befolgen. Wird die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) angesprochen machen viele schon zu, es scheint fast so, als ob keiner verstanden hat, dass es sich um ein sicherheitsgebendes Recht handelt. Natürlich müssen Unterlagen angepasst und Kontakte umgestaltet werden. Rechtssicher und Nachhaltig wird es nur wenn geklärt ist, wie Problematiken behandelt werden. Nur so sind Sie und der Kunde geschützt.

 

  1. Wer verliert gerne Mitarbeiter?

Nachhaltiger Umgang mit der Belegschaft

Einigkeit besteht in dem Punkt, dass fähige MitarbeiterInnen essentiell sind. Neue MitarbeiterInnen sind in vielen Branchen kaum noch zu finden, Auswahlverfahren sind langatmig und verursachen Kosten und ob der/die MitarbeiterIn im Unternehmen bleibt ist nicht selbstverständlich.

Ein ganz klarer Wettbewerbsvorteil ergibt sich dadurch, dass Sie Ihren MitarbeiterInnen etwas bieten, wovon diese lange und direkt profitieren. Das ist Ihre Chance sich ganz klar von Konkurrenten abzuheben.

Wir sind der Auffassung, dass rechtliche Vorgaben, um die man wie der Name vermuten lässt nicht ohne Strafen herumkommt, perfekt als Mittel der Mitarbeiterbindung nachhaltig einzusetzen sind. Ohne den gefürchteten Aufwand können Sie Pflichten so angehen, dass Ihre Mitarbeiter Wertschätzung erfahren und nachhaltig sowohl rechtliche, als auch personaltechnische Sicherheit besteht.

 

  1. Wer ist nicht gerne Effizient und Erfolgreich?

Nachhaltige Unternehmensstruktur

Strukturen in einem Unternehmen aufrecht zu erhalten, langfristig Zeit und damit auch Kosten zu sparen ist nur möglich, wenn diese Strukturen so angelegt sind, dass sie von Bestand sind und Prüfungen oder Störungen standhalten.

Genau das meint nachhaltige Unternehmensstruktur – Strukturen und Abläufe so aufzubauen, dass sie in ganzer Linie effizient und nachhaltig sind.

 

Zu aller erst muss ein Überblick geschaffen werden: welche Strukturen sind vorhanden und wie zufriedenstellend diese sind.

  • Machen Sie sich wirklich jede Kleinigkeit klar, die Sie bearbeiten müssen und wie dies bisher verlaufen ist
  • Lassen Sie sich nicht von der Menge abschrecken und räumen sich bewusst Freiraum ein, indem Sie Aufgaben abtreten, sowohl an MitarbeiterInnen, als auch an externe Dienstleister
  • Keiner muss, beziehungsweise kann auf allen Gebieten glänzen
  • Themengebiete auszulagern sorgt dafür, dass Sie mehr Zeit haben und auf lange Sicht auch Kosten sparen, obwohl erst mal Kosten entstehen
  • Indem Sie investieren, schaffen Sie Sicherheit, dass zum Beispiel Ihre Dokumente datenschutzkonform auf dem neuesten Stand sind oder Sie an rechtliche Anforderungen erinnert werden und die Durchführung übernommen wird
  • Hohe Qualität und die Sicherheit alles in guten Händen zu wissen sorgen für Leichtigkeit in der Bewältigung der anderen Abläufe
  • Strukturen und Abläufe werden durch Minimalisierung effizienter, lassen Sie sich zusätzliche Aufgaben erst gar nicht aufs Auge drücken

 Indem Sie investieren, schaffen Sie Sicherheit. Das hat auch viel mit Verantwortungsbewusstsein, dem Unternehmen gegenüber, zu tun.  Wenn Sie nichts machen oder jede neue Gesetzeslage, sowie damit verbundene Auflagen ignorieren oder als Unnötig abtun, dann verlassen Sie nicht nur den rechtlichen Rahmen, sondern sorgen auch für Stillstand und verlieren denn Anschluss an den Wettbewerb.

 

Unser Nachhaltigkeitskonzept für Sie:

Neue Anforderungen, gesetzliche Rahmenbedingungen, Mitarbeitersuche … und nebenher das laufende Geschäft …

Es prasseln ständig neue Anforderungen auf Ihr Unternehmen ein, der Überblick fehlt und von vielen Dingen wollen Sie einfach nichts wissen.

„Kein Interesse, keine Zeit.“, kennen Sie! Keiner sagt, Sie müssten das alles alleine erledigen. In vielen Fällen nicht sinnvoll alles alleine oder gar nicht zu machen. Wir übernehmen das für Sie, dass ist nämlich unser Nachhaltigkeitskonzept für Sie, als unseren Kunden ganzheitlich Entlastung zu schaffen.

 

Ganz im Sinne des Volkswirtschaftlers Hans Karl Schneider, seien Sie Unternehmer und nicht Unterlasser und rufen Sie heute an. Wir bringen dann die Leichtigkeit in Ihren Betrieb.

Abmahnfähigkeit von DSGVO-Verstößen durch Wettbewerber weiterhin unklar

Mehr als ein halbes Jahr seit Einführung der Datenschutzgrundverordnung haben sich die Datenschutzbehörden in Deutschland mit der Verhängung von Bußgeldern aufgrund von Verstößen gegen die Datenschutzgrundverordnung zurückgehalten, dann wurde auch hierzulande das erste Bußgeld verhängt:  Demnach muss das Soziale Netzwerk „Knuddels.de“ ein Bußgeld in Höhe von 20.000 € zahlen.1                                                      

Das Unternehmen hatte Passwörter von Nutzern unverschlüsselt gespeichert und damit gegen die nach Art. 32 DSGVO vorgeschriebene Datensicherheit verstoßen. Es fiel einem Hackerangriff zum Opfer, bei dem über 800.000 Email Adressen und über 1,8 Millionen Pseudonyme und Passwörter erbeutet und im Internet veröffentlicht wurden.2

In Anbetracht der möglichen Bußgelder bis hin zu 20 Millionen Euro fiel die Strafe damit verhältnismäßig gering aus. Als Grund dafür wurden die beispielhafte Transparenz des Unternehmens sowie die schnelle Umsetzung der Vorgaben und Empfehlungen des Datenschutzbeauftragten genannt.3

Spannend bleibt die Frage, wie sich die Höhe der Bußgelder bei Verstößen gegen die DSGVO in Zukunft entwickeln wird.  Allerdings ist es bereits ein Indiz dafür, dass die Datenschutzbehörden die Höhe der Bußgelder letztendlich vor allem auch von der Kooperationsbereitschaft der Unternehmen abhängig machen und sich erste Befürchtungen von horrenden Bußgeldern nicht bestätigen werden, wie sich aus den Worten von Dr. Stefan Brink, dem Landesbeauftragten für den Datenschutz und die Informationsfreiheit Baden-Württemberg (LfDI), schließen lässt: „Wer aus Schaden lernt und transparent an der Verbesserung des Datenschutzes mitwirkt, kann auch als Unternehmen aus einem Hackerangriff gestärkt hervorgehen“, so Brink. Zudem komme es dem Landesamt als Bußgeldbehörde nicht darauf an, in einen Wettbewerb um möglichst hohe Bußgelder einzutreten. Denn schließlich zähle die Verbesserung von Datenschutz und Datensicherheit für die betroffenen Nutzer“, resümiert er.3

Der Fachanwalt für IT-Recht, Joerg Heidrich, geht von einer stark ansteigenden Anzahl der Bußgelder in den nächsten Monaten aus. Er berichtet, dass die Behörden mit Datenschutzverstößen „regelrecht überrannt wurden und mittlerweile einige Verfahren eingeleitet worden seien, die bald veröffentlicht werden.“ 4

                                                                                                                                

Auch bezüglich der Abmahnfähigkeit von DSGVO-Verstößen durch Wettbewerber herrscht weiterhin Unklarheit. Wie bereits berichtet5 gibt es unterschiedlich ausgelegte Urteile des Landgerichts Würzburg und des Landgerichts Bochum. Während das LG Würzburg (13. September 2018; Az. 11 O 1741/18 UWG) Verstöße gegen die DSGVO als Wettbewerbsverstöße gemäß §3a UWG einordnet und damit für abmahnbar hält, entschied das LG Bochum in einem ähnlichen Fall (Urteil vom 07.08.2018, Az.: I-12 O 85/18s), dass ein Verstoß gegen die Informationspflichten (Art. 13 DSGVO) nicht im Rahmen einer wettbewerbsrechtlichen Abmahnung verfolgt werden kann.

Das Oberlandesgericht Hamburg (OLG Hamburg, Urteil v. 25.10.2018, Az.: 3 U 66/17) entschied nun, dass einerseits zwar die Abmahnfähigkeit von Verstößen durch Wettbewerber rechtens sei, im Rahmen des §3a UWG aber in jedem Einzelfall geprüft werden müsse, ob die angeblich verletzte Vorschrift der DSGVO tatsächlich eine Regelung des Marktverhaltens beinhaltet. Nur bei Erfüllung dieser Voraussetzung könne ein Mitbewerber diese Verstöße abmahnen. Wenn die Vorschrift dagegen nur dazu diene, die Interessen Dritter oder anderer Gemeinschaftsgüter zu schützen, ohne dabei gleichzeitig auch dem Schutz der Interessen von Marktteilnehmern zu dienen, sei die Abmahnfähigkeit durch Mitbewerber nicht gegeben.6

Da das OLG Hamburg gegen des Urteil Revision zugelassen hat, sind weitere Urteile höherer Instanzen wie der des Bundesgerichtshofs oder möglicherweise des Europäischen Gerichtshofs abzuwarten.7

 

Quellen:

1 http://www.spiegel.de/netzwelt/web/knuddels-chat-plattform-muss-nach-hackerangriff-bussgeld-zahlen-a-1239776.html

2 http://www.spiegel.de/netzwelt/web/knuddels-de-von-hackern-angegriffen-a-1227170.html

3 https://www.baden-wuerttemberg.datenschutz.de/lfdi-baden-wuerttemberg-verhaengt-sein-erstes-bussgeld-in-deutschland-nach-der-ds-gvo/

4 https://www.tagesschau.de/inland/datenschutzgrundverordnung-bilanz-101.html

5 http://www.unternehmerhaus.eu/erste-urteile-zur-neuen-dsgvo/

6 https://www.haufe.de/recht/weitere-rechtsgebiete/wirtschaftsrecht/olg-urteil-zur-abmahnfaehigkeit-von-dsgvo-verstoessen-nach-uwg_210_477402.html

7 http://www.landesrecht- hamburg.de/jportal/portal/page/bsharprod.psml?showdoccase=1&doc.id=KORE227602018&st=ent

Workshop BayArena Leverkusen

Weiterbildungszeit für gewinnbringende Ansätze

Weiterbildungen gestaltet das UnternehmerHaus regelmäßig, jetzt in einer Neuauflage. Am 28.03.2019 wurde erstmals die Veranstaltung in Kooperation mit der Barmenia Versicherungen in der Lounge der BayArena entwickelt. Thematiken der Veranstaltung waren die versicherungstechnische Verknüpfung und fachspezifischen Handlungsansätze des rechtskonformen BGM. Mit Blick auf den schönsten Rasen (Bundesliga Auszeichnung 2018) verlief die IDD-konforme Weiterbildung in angenehmer Atmosphäre und regem Austausch.

Durch IDD-Richtlinien profitieren die TeilnehmerInnen gleich zweifach:

Zum einen erfüllen Sie gesetzliche Vorgaben, zusätzlich ergibt sich aus den Seminarinhalten ein Mehrwert für weitere Kooperationen und Geschäftszweige.

 

IDD – Weiterbildungspflicht:  Gewinnbringender Multiplikator oder Zeit absitzen?

Die Weiterbildungspflicht zwingt Sie nicht Ihre Zeit abzusitzen, sondern aktiv Zeit zu nutzen. Sehen Sie Ihre Weiterbildungszeit als Vorlage um neue Themen zu erfassen, dadurch eröffnen sich neue gewinnbringende Ansätze.

Der Gesetzgeber schreibt zur Umsetzung der IDD ein Minimum von 15 Weiterbildungsstunden pro Jahr vor. Die IDD (die Versicherungsvertriebsrichtlinie) setzt den Mindeststandard von 15 Stunden Weiterbildung voraus. Diese Weiterbildungsstunden sind gegenüber den Aufsichtsbehörden (IHK o. BaFin), Arbeitgeber oder dem Versicherungsunternehmen nachzuweisen.

Die Weiterbildungspflicht besteht unter anderem für Versicherungsvermittler, Makler, Versicherungsberater und am Versicherungsvertrieb beteiligte Personen des Innendienstes (z.B.: Leitungspersonen, Angestellte mit Kundenkontakt). Auch Teilzeit- und geringfügig Beschäftigte unterliegen der vollen Weiterbildungsverpflichtung. Informieren Sie sich, ob Sie auch unter die gesetzliche Weiterbildungspflicht fallen und nutzen diese wiederum zu Ihrem Vorteil neue Ansätze und Spezialisierungen zu erlernen.

Für die Versicherungsvermittler wurde als Branchenstandard ein Nachweis von 30 Weiterbildungsstunden empfohlen und festgelegt. Diese Einigung wurde von Verbänden der Versicherungswirtschaft in Deutschland erzielt. Demnach gelten 30 Weiterbildungsstunden für Versicherungsvermittler als angemessen, um den professionellen Anspruch zu festigen. Nach 15 Weiterbildungsstunden ist aber auch in dieser Branche die gesetzliche Vorschrift erfüllt.

 

Quelle: BWV Bildungsverband – https://www.bwv.de/bildungspolitik/gesetzgebung/insurance-distribution-directive-idd/faqs-zur-idd/ (Recherche am 1.04.2019)

Fehlende Gefährdungsbeurteilung führt zu Bußgeldern und Haftstrafen

Nach der erneuerten ASR V3, die technische Regelung zur Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV) vom 03.12.2016, werden die Anforderungen der Gefährdungsbeurteilung konkretisiert1. Im Fokus stehen dabei insbesondere die Beurteilung der Arbeitsbedingungen und die Festlegung von Schutzmaßnahmen. Es werden zwischen der Einrichtung und das Betreiben einer Arbeitsstätte unterschieden. Dies hat den Grund, dass der Arbeitsschutz bereits beim Planen der Arbeitsstätte berücksichtigt werden soll. Dabei sind die ergonomischen Ausstattungen, die Barrierefreiheit, die Kennzeichnung von Gefahrstellen, die Berücksichtigung von Abnutzungsbescheinigungen und die Wirkungsgradverluste besonders relevant.

 

 

  Viele Einzelaspekte wurden neu geordnet2:

  • Zum einen muss bei der Einrichtung und dem Betreiben von Arbeitsstäten systematisch vorgegangen werden.
  • Zum anderen darf die Gefährdungsbeurteilung nur seitens fachkundiger ArbeitgeberInnen oder extern beauftragten Dienstleistern durchgeführt werden.
  • Außerdem sind ArbeitgeberInnen verpflichtet, vor Aufnahme der Tätigkeiten, die Gefährdungsbeurteilung in Anspruch zu nehmen. Diese müssen schriftlich dokumentiert bzw. festgehalten werden.
  • Wichtig sind die Überprüfung und bei Bedarf die Aktualisierung dieser Befragung. Damit werden die Wirksamkeit der Maßnahmen geprüft und betriebsspezifische Änderungen in der Gefährdungsbeurteilung, aktualisiert.

     

     

     

Um den Anforderungen nachzukommen, müssen Sie insbesondere zehn Fehler bei einer Gefährdungsbeurteilung vermeiden2:

  1. Kein eindeutiger Bezug: Sie müssen festlegen in welchem Bereich die Gefährdungsbeurteilung durchgeführt wird. Dieser kann einem bestimmten Arbeitsbereich, einer bestimmten Maschine oder aber auch einem bestimmten Gefahrstoff angepasst werden.
  2. Keine Nennung von Akteuren: Erwähnen Sie schon im Vorfeld, wer die Gefährdungsbeurteilung vornehmen wird bzw. welche Personen daran beteiligt waren.
  3. Eingeschränkte Risikobetrachtung: Lassen Sie keinen potenziellen Risikobereich weg, der auch nur mit niedriger Wahrscheinlichkeit auftreten könnte.
  4. Mangelnde Fachkunde: ArbeitgeberInnen sind verpflichtet fachkundige Hilfe in Anspruch zu nehmen, wenn sie selbst kein fachspezifisches Wissen nachweisen können.
  5. Keine Berücksichtigung von Randbereichen und unplanmäßigen Situationen: Nicht nur Orte berücksichtigen, wo die meisten Tätigkeiten durchgeführt werden, sondern auch Ausnahmesituationen.
  6. Fehlende Zuordnung von Aufgaben und Verantwortlichen: Es muss festgehalten werden, wer für welche Tätigkeitsbereiche zuständig ist und welche Verpflichtungen dem Zuständigen zugeschrieben wurde.
  7. Unklare Schutzziele: Was soll durch die Gefährdungsbeurteilung erreicht werden? Mit welchem Ziel werden Maßnahmen etabliert?
  8. Fokus auf akute Mängel: Mit der Gefährdungsbeurteilung sollen systematische Schwachstellen und keine akuten Mängel analysiert werden.
  9. Unvollständige Dokumentation: Bei einer fehlenden Dokumentation verliert die Gefährdungsbeurteilung nicht nur an Effizienz, sondern Sie verstoßen gleichzeitig auch gegen das Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) §6.
  10. Keine Aktualisierung: Für eine dauerhaft aktuelle und wirksame Gefährdungsbeurteilung sind ArbeitgeberInnen verpflichtet, betriebliche Veränderungen einzutragen. Dabei ist es irrelevant, ob diese positive oder negative Erneuerungen sind.

     

     

     

Für die Überprüfung einer ordnungsgemäßen Gefährdungsbeurteilung können verschiedene Kontrollinstitutionen verantwortlich sein. Diese sind unter anderem das Bundesamt für Arbeitsschutz, das jeweilige Landesamt für Arbeitsschutz, Gewerbeaufsichtsämter und Träger der gesetzlichen Unfallversicherung3.

Nach dem Arbeitsschutzgesetzt (ArbSchG) §21 haben Kontrollinstitutionen das Recht Betriebsstätten, während der Arbeitszeiten, zu betreten und betriebliche Informationen einzuholen. Darunter gehören z.B. die Einsichtnahme von Dokumentationen und Unterlagen. Außerdem müssen UnternehmerInnen Untersuchungen von Arbeitsmitteln, Schutzausrüstungen, Arbeitsverfahren und- abläufen mit einkalkulieren3&4.

Bei mangelnder oder fehlender Gefährdungsbeurteilung kann, nach §25 des Arbeitsschutzgesetztes (ArbSchG), ein Busgeldverfahren bis zu 25.000€ drohen5. Bei Schäden, die durch Unterlassung der Gefährdungsbeurteilung oder mangelnden Schutzmaßnahmen auftreten, müssen Sie sogar mit Haftstrafen rechnen6. Kommt dadurch eine fahrlässige Körperverletzung zustande, gilt eine Haftstrafe von bis zu drei Jahren. Bei einer fahrlässigen Tötung hingegen bis zu fünf Jahren.

Solche Bußgelder und Haftstrafen kosten Sie viel Zeit und Nerven, die zudem Ihr Unternehmensimage ruinieren. Halten Sie sich deshalb an die gesetzlichen Regelungen und führen Sie ordnungsgemäße Gefährdungsbeurteilungen in Ihrem Betrieb durch. Dabei ist es irrelevant, ob Sie sich fachspezifisches Wissen aneignen oder eine externe Dienstleistung in Anspruch nehmen. Mit der Durchführung Ihrer betrieblichen Gefährdungsbeurteilung sparen Sie nicht nur eine Menge Geld, sondern sind zudem auch rechtlich abgesichert. Desweiteren haben Sie die Möglichkeit, mit einer Gefährdungsbeurteilung Ihren Beschäftigten einen Mehrwert zu bieten. Dadurch binden Sie Ihre MitarbeiterInnen an Ihr Unternehmen und haben nicht nur physisch gesunde, sondern auch psychisch gesunde ArbeitnehmerInnen, die ihren Tätigkeiten langfristiger nachgehen werden.

 

 

 

Quellen:

1 bauA. „Technische Regeln für Arbeitsstätten“: https://www.baua.de/DE/Angebote/Rechtstexte-und-technische-Regeln/Regelwerk/ASR/pdf/ASR-V3.pdf?__blob=publicationFile&v=3 (Stand: 25.03.2019).

2safety xperts. „Gefährdungsbeurteilung: Mehr Übersicht und Klarheit durch die neue ASR“: https://www.safetyxperts.de/arbeitsschutz/gefaehrdungsbeurteilung/gefaehrdungsbeurteilung-2/ (Stand: 25.03.2019).

3Arbeitsschutz. „Arbeitsschutzgesetz-Gesundheit der Arbeitnehmer schützen“: https://www.arbeitsrechte.de/arbeitsschutzgesetz/(Stand: 25.03.2019).

4KomNet. „Wer kontrolliert die Einhaltung der Arbeitsschutzvorschriften? Gibt es Entwicklungsdiagramme zu der Einhaltung der Vorschriften?“: https://www.komnet.nrw.de/_sitetools/dialog/5702 (Stand: 25.03.2019).

5safety xperts. „Gefährdungsbeurteilungen überprüfen: So gehen die Behörden in 2018 dabei vor!“: https://www.safetyxperts.de/arbeitsschutz/gefaehrdungsbeurteilungen-ueberpruefen/(Stand: 25.03.2019).

6sifa-sibe. „Unwissenheit schützt vor Strafe nicht“: https://www.sifa-sibe.de/akademie/akademie-meldungen/unwissenheit-schuetzt-vor-strafe-nicht/ (Stand: 25.03.2019).


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